45.000 Medien, davon u.a.
5.000 Bände Lusatica
3.500 Bände Zittavia
100 Bände Bohemica
12.500 Bände Historica
6.500 Bände Schöne Literatur
2.200 Bände Handschriften
9.500 Stück Personalschriften, davon
4.500 Stück Leichenpredigten
300 Bände Christian-Weise-Sammlung
6 mittelalterliche Missalien mit Buchmalereien
800 Stück Microfilme Oberlausitzer Zeitungen

Entstehung der Zittauer Ratsbibliothek vermutlich in der Reformationszeit, erste Erwähnung 1564
1607 erste eigene Räume, unweit des Zittauer Gymnasiums (gegründet 1586)
von 1678 bis 1708 war Christian Weise (1642-1708) Rektor des Gymnasiums und Leiter der Ratsbibliothek, Blütezeit für beide Einrichtungen
1709 Einweihung des barocken Bibliothekssaals im "Heffterbau"
Unterstützung der Ratsbibliothek durch die Bürgermeister und wohlhabende Handelsherren, planvoller und umfassender Ausbau des Bibliotheksbestandes, Einführung eines noch heute bestehenden Ordnungssystems
im 19. Jahrhundert zunehmende Bedeutung für den regionalkundlichen Bestand, Übernahme zahlreicher Nachlässe bedeutender Heimatforscher und Büchersammler (Christian Adolph Peschek, Carl Gottlob Morawek, Alfred Moschkau, Moritz Oskar Sauppe u.a.)
1951 Vereinigung mit der öffentlichen Volksbücherei und Umzug auf die Bahnhofstraße
1954 Verleihung des Namens Christian-Weise-Bibliothek
im Sommer 2001 erfolgte der Umzug des Altbestandes in das neue Archivgebäude des Landkreises Löbau-Zittau
April 2002 Umzug der Öffentlichen Bibliothek in den Marstall

Von 1998 - 2003 eigene Schriftenreihe "Bibliotheksjournal" (Quellenforschung, Historisches, Bibliographisches und Biographisches aus Zittau, der Oberlausitz, Nordböhmen und Niederschlesien), Einzelpublikationen zu den "Zittauer Missalien" (1997) und zu "Christian Weise" (1998).

Ansprechpartner:
Herr Dipl.-Bibl. (FH) Kahl

der wissenschaftliche und heimatgeschichtliche Altbestand ist eine Präsenzbibliothek
die Bestände können also nur hier im Lesesaal eingesehen und nicht außer Haus entliehen werden
nach vorheriger Vereinbarung sind auch zusätzliche Öffnungstage und Öffnungszeiten möglich
für auswärtige Kunden ist eine Voranmeldung empfehlenswert

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mittelalterliche Meßbücher, d.h. sie enthalten die Texte und Gesänge des Gottesdienstes
großformatige Bände, mit zahlreichen wunderschönen Buchmalereien verziert
die ältesten Bände entstanden um 1410 in Prag und kamen während der Hussitenkriege 1421 durch die Flucht der Prager Domherren nach Zittau
weitere Bände entstanden bis 1512 in Zittau, vermutlich im Franziskanerkloster

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